Leben mit Diabetes mellitus
Der Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung mit erhöhten Blutzuckerwerten. Pathologische Stoffwechselvorgänge führen zu Veränderungen an Organen z. B. der Niere, den Gefäßen, den Augenhintergrund und Nervensystem.
Ca. 5% aller Bundesbürger sind Diabetiker, wobei besonders der Typ 2 Diabetes längere Zeit symptomlos verlaufen kann und somit häufiger zu Folgeerkrankungen führt. Im Wesentlichen unterteilt sich die Zuckerkrankheit in 2 Formen:
1. Typ 1 Diabetes. Die Erkrankung betrifft vorwiegend jüngere Patienten. Bei diesen Patienten besteht ein absoluter Insulinmangel.
2. Typ 2 Diabetes. Diese Form der Zuckerkrankheit tritt meistens im höheren Lebensalter auf. Die höheren BZ-Werte entstehen durch eine genetisch bedingte mangelnde Insulinwirkung, eine falsche Lebensweise (Übergewicht, Bewegungsmangel) sowie einer schleichenden Funktionseinschränkung der Bauchspeicheldrüse.
Die Blutzuckererhöhung führt zu einem vermehrten Wasser- lassen und einem stärkeren Durstgefühl. Die Patienten verlieren an Körpergewicht, sie fühlen sich häufig leistungsgemindert, müde und schwindelig.
Ziel der Behandlung des Diabetes mellitus ist eine Absenkung der Blutzuckerwerte möglichst in den normalen Bereich. Durch die Stoffwechselstabilisierung läßt sich sowohl die Lebensqualität als auch die Lebensdauer der Patienten erheblich verlängern.
Die Behandlung umfasst zunächst eine Anpassung der Ernährung an die Stoffwechselkrankheit. Der Typ 1 Diabetes kann nur mit Insulin behandelt werden. Beim Typ 2 Diabetes erfolgt die Behandlung mit blutzuckersenkenden Medikamenten, erst in der Spätphase oder bei besonderen Stoffwechselkonstellationen ist eine Insulinbehandlung erforderlich.

