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Folgeerkrankungen

Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus entstehen durch einen anhaltend erhöhten BZ-Spiegel, die Folgeschäden betreffen die großen und kleinen Blutgefäße sowie eine Schädigung des Nervensystems.

Bei Schädigungen der kleinen Gefäße spricht man von einer Mikroangiopathie. Betroffen sind die feinen Gefäße des Augenhintergrundes (Retinopathie) sowie der Niere (Nephropathie).

Bei Schädigung der großen Gefäße (Makroangiopathie) entstehen Veränderungen an den Herzkranzgefäßen, an den Nierengefäßen und an den Beinarterien.

Bei einer Beteiligung des Nervensystems sind die Empfindungen für Temperatur, Schmerz und Tastsinn beeinträchtigt. Des Weiteren ist häufig die Schweißsekretion vermindert. Dadurch wird die Haut extrem trocken. Diese Veränderungen sind an den Füßen zuerst nachweisbar.

Folgeschäden lassen sich nur durch eine bessere Stoffwechseleinstellung verzögern oder vermeiden. Grundlage ist eine gesunde, kalorienbilanzierte Kost. Falls notwendig, auch eine diabetesspezifische Therapie mit Tabletten und Insulin. Der Diabetiker sollte das Körpergewicht im Auge behalten und möglichst ein Normalgewicht anstreben. Ein erhöhter Blutdruck beschleunigt die Folgeerkrankungen. Diabetiker mit hohem Blutdruck erleiden früher Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nierenfunktionseinschränkungen und Veränderungen am Augenhintergrund.

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18/11/2007